normal  |  groß  |  größer
Link verschicken   Drucken
 

Technische Ausrüstung

Die Freiwillige Feuerwehr Rennertehausen besaß bereits 1931 eine Handdruckspritze. Obwohl sie der Stolz der Wehr war, waren die Löscharbeiten doch sehr mühsam. Mit der Handdruckspritze konnte man zwar Wasser spritzen, jedoch kein Wasser aus bestehenden Leitungen oder Gewässern ansaugen. Die Handdruckspritze wurde mit Wassereimern aus wasserdichtem Segeltuch gefüllt, der erforderliche Druck mußte mit Muskelkraft erzeugt werden. Demzufolge war man auf die Mithilfe vieler Menschen angewiesen.

 

Die Schlauchtrocknung der damals vorhandenen Hanfschläuche war Anfang der der 30er Jahre ein großes Problem. Man behalf sich, indem an der Ostseite der Kirche ein Mast mit einer Umlenkrolle aufgestellt wurde. Mit einem Tau wurden die nassen Schläuche hochgezogen und aufgehängt, was jedoch eine sehr mühsame Arbeit war. Die nassen Hanfschläuche mit den Messingkupplungen waren sehr schwer. So kam es, daß diese „Erfindung“ nur selten Anwendung fand.

 

1936 wurde die Handdruckspritze durch eine Motorspritze abgelöst. Eine Flader Zweitakt - Motorspritze mit einer Förderme nge von 1300 Litern Wasser pro Minute wurde angeschafft. Dem ersten Maschinisten der Flader, Heinrich Krümmlebein, sowie den späteren Gerätewarten ist es zu verdanken, dass diese Motorspritze bis heute ihre volle Funktionsfähigkeit beibehalten hat. Die Flader wird nach wie vor gut gepflegt und zum Polterabend von Feuerwehrkameradinnen und –kameraden eingesetzt.


Das alte Spritzenhaus befand sich damals hinter dem Wohnhaus von Friedrich Henkel. Es bot Platz für die Handdruckspritze und einen Hydrantenwagen, sowie einen kleinen Raum, in dem Handwerksburschen untergebracht waren. Mit der Anschaffung der Motorspritze zog man in die ehemalige alte Schule nahe des Dormittelpunktes. Heute befindet sich auf deren Gelände die Zweigstelle der Sparkasse Battenberg. Ein Leiterhäuschen befand sich zusätzlich am ehemaligen Raiffeisenlager. Hier waren vier lange Leitern sowie zwei Einreißhaken von 8m und 12m Länge untergebracht.

 

1956 wurde im Wiesenhof 23 ein neues Feuerwehrgerätehaus mit Unterrichtsraum und Schlauchtrockenturm errichtet. Lange Zeit musste die Feuerwehr Rennertehausen mit dem vorhanden Gerät und mit der Unterkunft auskommen. 1973, Rennertehausen gehörte inzwischen zur Großgemeinde Allendorf, beschloß der Gemeindevorstand mit dem Umbau der Rennertehäuser Schule (Hauptstraße 16) zum Dorfgemeinschaftshaus auch einen Anbau zum heutigen Feuerwehrgerätehaus. Obwohl die Beton und Maurerarbeiten für das Gerätehaus von den Mitgliedern der Feuerwehr in insgesamt 917 Stunden Eigenleistung ausgeführt wurden kostete das neue Gerätehaus noch ca. 80.000 DM.

 

Mit der Einweihung des heutigen Feuerwehrgerätehauses  am 28. Juni 1975 übergab Bürgermeister Amend der Feuerwehr Allendorf ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16, welches vorübergehend im neuen Rennertehäuser Gerätehaus untergestellt wurde. Erst ein Jahr später, 1976 erhielt die Feuerwehr Rennertehausen ein eigenes, langersehntes Löschgruppenfahrzeug, ein LF 8 im wert von ca. 60.000 DM.

 

Dieses Löschgruppenfahrzeug wurde 1997 durch ein LF 8/6 ersetzt. In dem Löschgruppenfahrzeug LF8/6 sind neben den üblichen Feuerlöschgeräten ein 600 l Tank, technisches Gerät wie Rettungsschere und Spreitzer, eine Motorsäge, ein Trennschleifer und ein Satz Beleuchtungsgerät untergebracht. Ein Beweis dafür, dass die Tätigkeiten der Feuerwehr nicht mehr auf das Löschen von Bränden schwebeschränkt sind, sondern immer mehr die technische Hilfeleistung z.B. bei Verkehrsunfällen, die Aufgaben der Feuerwehr zunimmt. Ebenfalls 1997erhielt die Feuerwehr einen Mannschaftstransportwagen, der zur Hälfte aus der Vereinskasse finanziert wurde.